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Russian Toy |
Russkiy Toy |
Russischer
Toy |
STANDARD DER RASSE
RUSSISCHER TOY
HERKUNFTSLAND: Russland.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 27.02.2003.
VERWENDUNG: Gesellschaftshund.
KLASSIFIKATION FCI Nr. 352: Gruppe 9. Sektion 9: Kontinentaler
Zwergspaniel und Russischer Zwerghund / Russischer Toy.
Ohne Arbeitstests.
KURZE HISTORISCHE ÜBERSICHT: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts
gehörten zu den populärsten dekorativen Hunden in Russland die englischen
Toy-Terrier. Aber die sozialistische Revolution und das danach errichtete
autoritäre Regime machten den Fortbestand der ganzen Art nahezu unmöglich. Erst
Mitte der 50er Jahre ergab sich die Möglichkeit, diese Rasse wieder zu züchten.
Fast alle noch verbliebenen Zuchtexemplare waren ohne Papiere, viele von ihnen
waren nicht reinrassig. Entsprechend der politischen Entwicklung im Land zu
jener Zeit hielten sich die russischen Kynologen nicht für verpflichtet, sich
den Standards, die in anderen Ländern akzeptiert waren, zu unterwerfen, sondern
genehmigten für viele Rassen ihre eigenen Standards. Der für Toy-Terrier
gebildete Standard unterschied sich erheblich von dem Standard der englischen
Toy-Terrier in vielen grundsätzlichen Punkten, und von diesem Zeitpunkt an nahm
die Entwicklung dieser Rasse in Russland ihrem eigenen Weg.
Am 12. Oktober 1958 kam in Moskau von einem Paar kurzhaariger Toy-Terrier, von
denen einer etwas längeres Fell hatte, ein Rüde auf die Welt, der an den Ohren
und den Beinen eindrucksvolle Fransen hatte. Man entschied sich, diesen Hund zur
Zucht einzusetzen, um bei dem Nachwuchs das Merkmal der Langhaarigkeit zu
festigen, und ließ ihn eine Hündin decken, die ebenfalls etwas längeres Fell
hatte. So entstand die langhaarige Variante der Toy-Terrier, die man Moskauer
Toy-Terrier nannte. Bei der Begründung dieser Rasse hat die Moskauer Kynologin
Eugenia Zharova eine bedeutende Rolle gespielt.
Im Verlauf der langjährigen reinrassigen Entwicklung und Auslese in einer
bestimmten Richtung wurde die neue Rasse russischer Toy-Terrier in zwei
Varianten ausgeprägt: der langhaarigen und der kurzhaarigen.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Kleiner, eleganter Hund, beweglich,
hochbeinig. Zierlicher Knochenbau mit straffer Muskulatur. Im Aussehen wenig
geschlechtsspezifische Unterschiede, aber im Verhalten deutlich erkennbar.
WICHTIGE PROPORTIONEN: Quadratisches Format. Die Höhe der
Ellenbogen beträgt etwas mehr als die Hälfte der Widerristhöhe.
VERHALTEN UND CHARAKTER: Aktiv, sehr lebenslustig, nicht ängstlich,
nicht aggressiv.
KOPF: Klein.
OBERKOPF:
Schädel: Der Oberkopf ist hoch, aber nicht breit (die Breite der
Backenknochen ist kleiner als die Höhe des Schädels), im Profil rundlich.
Stop: Der Übergang von der Stirn zur Schnauze ist deutlich.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Klein, schwarz oder im passenden Farbton.
Fang: Der Fang ist kürzer als der Schädel, fein, trocken und spitz.
Lippen: Die Lippen sind schwach entwickelt, trocken, gut anliegend,
dunkel oder im passenden Farbton.
Kiefer / Zähne: Klein, weiß, Scherengebiss. Erwünscht sind 6
Schneidezähne im Ober- und im Unterkiefer.
Wangen: Flach.
Augen: Ziemlich groß, rundlich und so platziert, dass sie
geradeaus schauen, dunkel. Die Lidränder sind faltenlos, dunkel oder im
passenden Farbton.
Ohren: Groß, dünn, hoch angesetzt, stehend.
HALS: Von guter Länge, faltenlos, hoch aufragend, leicht gebogen.
KÖRPER:
Der Verlauf der obere Linie: Ist fließend vom Widerrist bis zum
Ansatz der Rute.
Widerrist: Nur schwach ausgeprägt.
Rücken: Fest und gerade.
Lendenpartie: Kurz und leicht gewölbt.
Kruppe: Etwas rundlich und ein wenig abfallend.
Brust: Reicht weit nach unten, nicht breit, oval, erstreckt sich
bis zum Ellenbogen.
Leiste: Hoch geschürzt und bildet eine fließende und schön
gebogene Linie.
RUTE: Die Rute ist kurz, kupiert (bis auf 2-3 Wirbel) fröhlich
hochgereckt. Zulässig ist auch eine nicht kupierte Rute, vorzugsweise in Form
einer Sichelrute, die nicht niedriger als auf Rückenhöhe gehalten wird.
GLIEDMAßEN:
VORDERHAND: Von vorne betrachtet gerade und parallel.
Schulterblätter: Von mäßiger Länge, nicht allzu schräg.
Schulter: Von gleicher Länge wie die Schulterblätter. Das
Schulterblatt soll mit dem Oberarm einen Winkel von ca. 105 Grad bilden.
Ellenbogen: Rückwärts gerichtet.
Unterarm: Lang, gerade.
Fußgelenk: Trocken.
Vordermittelfuß: Fast senkrecht.
Pfoten: Klein, oval, fest geschlossen, schwarz oder im passenden
Farbton.
HINTERHAND: Von hinten betrachtet gerade, parallel, etwas weiter
auseinander als die Vorderhand. Alle Gelenkwinkel sind deutlich ausgeprägt.
Schenkel: Mit straffer und entwickelter Muskulatur.
Unterschenkel und Oberschenkel: Sind von gleicher Länge.
Sprunggelenk: Ausreichend gewinkelt.
Hintermittelfuß: Senkrecht stehend.
Pfoten: Fest geschlossen, schmaler als Vorderpfoten, die Klauen
sind schwarz oder im passenden Farbton.
GANGWERK: Schnell, frei, geradlinig, Schritt ist lang. Die
Silhouette unterscheidet sich wenig im Stand und in Bewegung.
HAUT: Fein, trocken, gut am Körper anliegend.
HAARKLEID:
BESCHAFFENHEIT DES HAARES: Es gibt 2 Varianten: kurzhaarig und langhaarig.
Kurzhaarig: Das Haar ist kurz und am ganzen Körper gut anliegend,
glänzend, ohne Unterwolle, dicht ohne kahle Stellen.
Langhaarig: Das Haar ist eng anliegend, 3-5 cm lang, ohne die
natürlichen Konturen des Körpers zu verbergen, glatt oder leicht gewellt. Das
Haar auf dem Kopf, Fang und der Vorderseite der Gliedmaßen ist kurz und eng
anliegend. Auf der Rückseite der Gliedmaßen und am Hals ist das Haar länger und
bildet Federn. An allen Pfoten ist das Haar länger und verdeckt die Klauen
vollständig. Die Ohren sind mit sehr dichtem, langen und fransenartigen Haar
bedeckt. Bei erwachsenen Hunden, ab 3 Jahren, sollen die Fransen Ränder und
Spitze der Ohren vollständig verdecken. Das Haar am Körper soll nicht zerzaust
aussehen und nicht kürzer als 2 cm sein.
FARBE DES HAARKLEIDES: Schwarz mit Tanfarbe, braun mit Tanfarbe, blau mit
Tanfarbe, rot mit verschiedenen Tönen mit schwarzen oder braunen Strähnchen oder
ohne Strähnchen. Bei allen Fellfarben ist eine satte Pigmentierung der Haut
erwünscht.
GRÖßE und GEWICHT:
WIDERRISTHÖHE: 20-28 cm.
GEWICHT: bis 3 kg.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
- Aggressivität.
- Unterbiss oder ausgeprägter Überbiss, fehlender Fangzahn oder mehr als 2
fehlende Schneidezähne in jedem Kiefer.
- Hängende Ohren.
- Kurze Gliedmaßen.
- Bei Kurzhaarigen kahle Stellen in größere Anzahl.
- Bei langhaarigen Fehlen der Fransen an den Ohren, lockiges Haar.
- Weiße Farbe, weiße Flecken an den Läufern oberhalb des Vordermittelfußes, an
Kopf und Bauch, große weiße Flecken an Brust und Kehle, gestromte Zeichnung.
- Höhe über 30 cm.
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die
sich vollständig im Hodensack befinden.
Nichtamtliche Übersetzung
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Quelle: Russischer Toy-Club: http://www.toyterrier.nm.ru/STANDART/standart.htm
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